Dieser Eintrag gehört eigentlich nicht zum Laufen, aber ohne gings auch nicht mehr:
Es sind jetzt mehr als drei Jahre vergangen, seit ich die, damals fast fatal endende, Erfahrung mit einem schweren anaphylaktischen Schock gemacht habe. Regelmäßige Impfungen sind seither zu meinem Lebensrhythmus geworden. Ebenso ist´s zur Gewohnheit geworden, die Notfallmedizin immer dabei zu haben. Nur ein paar wenige Male musste ich mir Sorgen wegen nicht unmittelbar greifbarer, lebensrettender Hilfsmittel machen.
Aber im heurigen Sommer musste ich zweimal einen Wespenstich „ertragen“. Beide Male habe ich sofort die überlebenswichtigen Tabletten genommen, mit der Adrenalinspritze habe ich gewartet. Ich habe sehr genau auf Reaktionen meines Kreislaufes geachtet und die Spritze griffbereit bei mir gehabt. Mein Körper hat nicht mehr die völlig unsinnigen, lebensbedrohenden Reaktionen gezeigt. Ich konnte beide Male die Spritze unbenutzt wieder zu meiner Notfallmedizin zurückgeben.
Jetzt weiß ich, dass bei einem Wespenstich nicht mehr unmittelbare Lebensgefahr besteht, aber ich beachte die Ratschläge der Mediziner. Die sagen, dass es besser ist, wenn ich die Notfallmedizin trotzdem bei mir habe. Ich bin aber SEHR beruhigt, dass feststeht, dass ich nach einem Insektenstich Zeit für die notwendigen Maßnahmen habe und nicht mehr in akuter Lebensgefahr bin.
Die Stunden am Nachmittag des 11.07.2008 möchte ich nie wieder erleben! Das war die Erfahrung des absoluten Grenzbereiches meines Lebens.
„Du musst immer die positiven und negativen Seiten einer Situation, eines Ereignisses, einer Entwicklung sehen!“ Nur dann kannst Du einigermaßen realistisch damit umgehen und damit „leben“.
Das Leben ist schön!
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