Dienstag, 27. September 2011

und es geht weiter


Das unvergessliche Abenteuer „Berlinmarathon“ ist beendet.
Meine Beinmuskeln revoltieren am Montag nach dem Marathon ziemlich energisch gegen Bewegung (vor allem Stiegen hinab wollen sie gar nicht). Am Dienstag „geht“ alles schon wesentlich besser. Die Fitgymnastik tut gut. Ich denke schon an die nächste (kurze, gemütliche) Laufeinheit.
Ok! Dass ich süchtig nach laufen bin habe ich schon mal geschrieben. Ich will einfach bestätigt haben, dass mir laufen nach wie vor gut tut.

Montag, 26. September 2011

Abenteuer Berlinmarathon


Wird der Marathon in Berlin gut gehen? Ich kenne die Strecke nicht. Wird das Wetter gut für mich sein? 42,195 km Laufen geht nicht einfach so!
Das Abenteuer „BERLINMARATHON“ beginnt am Freitag mit dem Flug von Salzburg nach Berlin. Traudi, Michael und Christiane sind ab Salzburg dabei. In Berlin kommen Maria, Christian und Julia dazu. Mein Fanclub ist komplett – ich freue mich riesig darüber.
Vermutlich kann ich meine Freude nicht vermitteln, weil ich innerlich doch sehr angespannt bin. Ich habe riesigen Respekt vor der Herausforderung und freue mich gleichzeitig schon sehr darauf. Die Wettervorhersage ist hervorragend: Schönes Wetter, bei „erträglichen“ Temperaturen (da kommt in meinen Gedanken immer öfter „3:45 ist möglich“ vor).
Wir haben uns für Berlin Zeit genommen; damit kann ich am Samstag den „Frühstückslauf“ vom Schloss Charlottenburg ins Olympiastadion mitmachen. Eine herrliche Atmosphäre und ein Vorgeschmack auf den Sonntag. Es gibt durchgehend sehr viele Läufer auf der Strecke, etwas zu schmale Straßen und nie kann ich so laufen, wie ich möchte!
In der Nacht von Freitag auf Samstag habe ich herrlich, ohne Unterbrechung geschlafen. Am Samstagabend ist in mir schon etwas Unruhe. Mein Laufequipment ist vorbereitet; den Weg zum Startareal habe ich „auswendig gelernt“; ich versuche mich so gut es geht zu entspannen. Der Schlaf ist etwas unruhig, aber ich begrüße den strahlenden Morgen sehr zuversichtlich. Der Respekt vor der Herausforderung ist da, aber ich will unbedingt da durch und danach dieses unbeschreibliche Gefühl, die Endorphinausschüttungen genießen.
Dabei brauche ich immer einiges an Zeit, bis ich realisieren kann, dass ich meine Ziele erreicht habe.
Nach dem Frühstück gibt´s nur: „Auf zum Start!“
Ab S-Bahn gibt es nur noch Marathonläufer. Es gibt nur Läufer, Kleiderbeutelabgabe, Startblockwegweiser, Marathonläufer, Marathonläuferinnen, Startblockwegweiser und dann, nach penibler Kontrolle den Startblock. Ich bin der Meinung, dass ich einen Block zu weit hinten stehe. Zumindest bin ich in dem Block eine Stunde vor dem Start an der Begrenzungslinie. Geduld ist nie meine Sache, aber vorm Marathonstart kann ich ganz einfach ohne Probleme eine Stunde stehen und warten. Es gibt ja auch Musik und Informationen. Die Blöcke füllen sich sehr schnell, die Zeit vergeht rasch und die ersten Blöcke starten. Wir müssen noch zehn Minuten warten.
Dann gibt´s kein Halten mehr. Bewegung im Block kommt auf und endlich geht´s, los!
Nicht lange, denn kurz nach der Siegessäule bremst die schmale Straße.
Ich will schneller laufen. Es geht nicht schneller, weil vor mir kein Platz ist und „nichts weitergeht“! So geht es viele Kilometer weit. Ich nütze jede Möglichkeit zum Überholen aus.
Ich weiß, dass damit kein richtiger Laufrhythmus möglich ist, dass das Kraft kostet, die mir auf den letzten Kilometern fehlen könnte. Egal, ich will ein ordentliches Tempo laufen.
So kämpfe ich Kilometer für Kilometer um jeden Zentimeter Platz auf den schmalen Straßen.
Es geht gut. „Highfeeling“ in mir und das Tempo ist gut. Die mit meinem Fanclub ungefähr vereinbarten Punkte auf der Strecke passen exakt. Wir sehen uns, winken und mich spornt das super an! Bei der Halbmarathondistanz habe ich meine „Traumzeit“ und hoffe, dass die zweite Hälfte mit weniger Kampf, ruhigerem Lauf verbunden ist. Es wird etwas ruhiger auf der Strecke. Mein Fanclub ist auch wieder präsent – SUPER!
Ich muss aber immer noch einmal links, einmal rechts, einmal …. an anderen Läufern und Läuferinnen vorbei. Das ist einfach kein ruhiger, rhythmischer Lauf. Und der kostet Kraft. Es meldet sich auch meine Blase, die meint, dass ich unbedingt eine problemlösende Pause machen muss. Was sein muss, muss sein (gut eine Minute; habe ich an Hand der Uhraufzeichnung festgestellt).
Das Laufen wird mit steigender Temperatur mühsamer. Die Kraftreserven habe ich bei den Überholmanövern auf der ersten Hälfte des Marathons aufgebraucht. Mir wird bewusst, dass ich nun keine Reserven mehr habe und froh sein muss, dass ich ohne Leistungseinbruch ins Ziel komme. Das Ziel muss ich erreichen! Ich muss das Ziel mit guter Zeit erreichen!
Die Beinmuskeln beginnen zu schmerzen. Ich muss darauf achten, dass keine Krämpfe dazu kommen. Ich muss zu jeder Getränkestation, trotz Gedränge davor; ich muss zu jeder Verpflegungsstation, brauche etwas Energie. Das Laufen ist mühsam, die Kraftreserven sind auf null. Jetzt ist auch das Tempo egal, Hauptsache nicht null!

Jetzt bin ich beim Laufen am LL (Leistungslimit), aber noch ein oder zwei oder drei kurze Abbiegungen und „Unter den Linden“ werde ich erreichen. Dort ist das Brandenburger Tor zu sehen und dann gibt es kein, absolut kein Hindernis zur Zielerreichung!
Da ist endlich die letzte Abbiegung, das Brandenburger Tor! Neben der Strecke eine durchgehende, applaudierende Menschenmenge.
Gerade war das Tor noch weit weg; jetzt laufe ich darauf zu, durch und noch 200 Meter bis zur Ziellinie.
Marathonfinish in Berlin, mit 40.000 Läufern und Läuferinnen, mit großartiger Atmosphäre herrlichstem Wetter, das ist ein überwältigendes Erlebnis. Ich bin in einer Ausnahmesituation.
Ich bewege mich mit der Menge vorwärts, nehme meine Medaille in Empfang, gehe weiter Richtung Verpflegung, Duschen und realisiere erst langsam, dass ich wieder ein großartiges Ziel erreicht habe.

ICH HABE MEIN LAUFZIEL 2011 ERREICHT!

Ich weiß die offizielle Zeit bis zur Rückkehr nach Salzburg nicht, aber ich weiß, dass es eine gute Zeit ist.
Die Zeit, mit 3:50:31 ist gut. Ich freue mich und auch wenn meine Beinmuskeln ziemlich schmerzen – laufen ist schön!

Abenteuer Marathon Berlin

Marathon Berlin ist "mein" Lauf Abenteuer 2011.
Ich muss die Eindrücke, die Empfindungen, die Strapazen erst mal mental verarbeiten (ganz für mich alleine geniessen).
Vorweg mal: die körperlichen Auswirkungen sind erträglich. Ich habe keine "Schäden" davongetragen; nur die Beinmuskeln revoltieren ernsthaft gegen Bewegungen (ganz entschieden lehnen sie Stiegenabwärts ab!), aber das wird spätestens morgen anders!
Mein Bericht folgt bald.

Montag, 19. September 2011

Laufpause

Wintereinbruch heute. Das passt gut zu meiner Laufpause, 6 Tage vor dem Berlin Marathon!

Donnerstag, 15. September 2011

Sbg. Businessrun

Perfekter Lauf! Wetter hat exakt gepasst! Die Atmosphäre war beeindruckend!
Die Zeit laut meiner Uhr 26´50`` (für 6,27 km).
Die Pulskurve hat sich von "hart" über "maximal" bis darüber (182) sehr kontiunierlich entwickelt.
Ich fühle mich einfach SUPER!

Mittwoch, 14. September 2011

schöner Lauf

ein schöner Lauf, heute, zu zweit.
Die Uhr zeigt den besten "Laufindex" seit dem 10 August an.
Ich gebe den Auswertungen der Uhr uneingeschränkt recht
  -  ein sehr guter Lauf.

Donnerstag, 8. September 2011

longjog

Heute ist das Wetter trübe, kühl und damit gut für meinen langen Lauf in Salzburg.
Die Markierungen auf dem Bild sind immer einiges zu spät dargestellt (dabei bin ich gar nicht "so" schnell gelaufen;  3 ist exakt an der Saalachmündung;  5 am Traklsteg und 6 ist die Halbmarathondistanz)
Der Lauf war gut!!

das Leben ist schön

Dieser Eintrag gehört eigentlich nicht zum Laufen, aber ohne gings auch nicht mehr:

Es sind jetzt mehr als drei Jahre vergangen, seit ich die, damals fast fatal endende, Erfahrung mit einem schweren anaphylaktischen Schock gemacht habe. Regelmäßige Impfungen sind seither zu meinem Lebensrhythmus geworden. Ebenso ist´s zur Gewohnheit geworden, die Notfallmedizin immer dabei zu haben. Nur ein paar wenige Male musste ich mir Sorgen wegen nicht unmittelbar greifbarer, lebensrettender Hilfsmittel machen.
Aber im heurigen Sommer musste ich zweimal einen Wespenstich „ertragen“. Beide Male habe ich sofort die überlebenswichtigen Tabletten genommen, mit der Adrenalinspritze habe ich gewartet. Ich habe sehr genau auf Reaktionen meines Kreislaufes geachtet und die Spritze griffbereit bei mir gehabt. Mein Körper hat nicht mehr die völlig unsinnigen, lebensbedrohenden Reaktionen gezeigt. Ich konnte beide Male die Spritze unbenutzt wieder zu meiner Notfallmedizin zurückgeben.
Jetzt weiß ich, dass bei einem Wespenstich nicht mehr unmittelbare Lebensgefahr besteht, aber ich beachte die Ratschläge der Mediziner. Die sagen, dass es besser ist, wenn ich die Notfallmedizin trotzdem bei mir habe. Ich bin aber SEHR beruhigt, dass feststeht, dass ich nach einem Insektenstich Zeit für die notwendigen Maßnahmen habe und nicht mehr in akuter Lebensgefahr bin.
Die Stunden am Nachmittag des 11.07.2008 möchte ich nie wieder erleben! Das war die Erfahrung des absoluten Grenzbereiches meines Lebens.
„Du musst immer die positiven und negativen Seiten einer Situation, eines Ereignisses, einer Entwicklung sehen!“ Nur dann kannst Du einigermaßen realistisch damit umgehen und damit „leben“.
Das Leben ist schön!

Dienstag, 6. September 2011

September - Laufmonat

Ich weiß nicht, ob´s richtig ist und ob ich womöglich jetzt noch eine gute Marathonzeit vergebe; - aber es ist bereits der 6. September beim ersten Lauf dieses Monats. Dieser Lauf ist mein Training und meine Standortbestimmung für den Businesslauf am 15. in Salzburg.
Die erste Runde laufe ich einfach drauf los - denke nur an eine gute Zeit und strenge mich dabei so weit an, dass ich mir immer sicher bin, dieses Tempo bis ins Ziel halten zu können. Alles klar und dann bin ich fast eine Minute schneller als beim vorjährigen Lauf.
Los zur zweiten Runde. Ich drossle das Tempo bewusst etwas, aber nicht zu viel. Ich möchte auch die zweite Runde in guter Zeit schaffen. Mein Gefühl ist durchgehend gut. Die Zeit ist um eine Minute länger, als bei der ersten Runde.
Ich bin zufrieden und radle die 14 Kilometer zurück. Der Businesslauf wird gut gehen.
Der Marathon? Ich werde noch mal eine längere Strecke laufen, um dabei mein (gutes) Gefühl zu bestätigen.